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Welcher oder das? – So nutzt du 'which' und 'that' richtig

Verwirrt über 'which' vs 'that'? Hier die einfache Regel für eingeschränkte und nicht eingeschränkte Relativsätze mit klaren Beispielen.

5 Min. Lesedauer

Lass uns das ein für alle Mal klären

Der Unterschied zwischen “which” und “that” ist keine abgelegene Grammatikregel, die nur Editoren kennen. Es ist ein Werkzeug, das die ganze Bedeutung deines Satzes verändert.

Hier sind die beiden Kernregeln in Kurzform:

  • Verwende „that“, wenn die Information entscheidend ist, um die Person oder Sache zu identifizieren, von der du sprichst. Keine Kommas.
  • Verwende „which“, wenn du zusätzliche, nicht‑wesentliche Informationen hinzufügst. Die Klausel wird durch Kommas eingeschlossen.

Die zweite Art? Das ist eine nicht‑restrictive Klausel. Der erste Typ (mit „that“) ist eine restrictive Klausel.

Lass mich dir zeigen, wie das in der Praxis funktioniert – mit einem konkreten Beispiel.

Warum ein Komma alles verändert

Stell dir vor, du betrittst einen Gebrauchtwagenhändler. Du sagst zum Verkäufer:

“I want the car that has the sunroof.”

Dieser Satz ist restrictive. Die Klausel „that has the sunroof“ schränkt ein, welches Auto du meinst. Wenn es zwanzig Autos gibt, brauchst du diese Information, um das richtige zu finden. Ohne sie bleibt der Satz unvollständig.

Jetzt stell dir vor, du besitzt bereits ein Auto und erzählst deinem Freund davon:

“My car, which has a sunroof, is parked outside.”

Das ist non‑restrictive. Dass dein Auto einen Schiebedach hat, ist nur ein zusätzlicher Detail. Du hast nur ein Auto. Die Klausel schränkt nichts ein; sie fügt lediglich Information hinzu. Die Kommas wirken wie Klammern – sie umschließen einen „Übrigens“-Kommentar.

Schneller Vergleich: That vs. Which

THAT (Restrictive)

Wesentliche Info • Keine Kommas

“The book that I borrowed is missing.”

WHICH (Non‑Restrictive)

Zusatzinfo • Mit Kommas

“The book, which I borrowed, is missing.”

Fühlst du den Unterschied? Im ersten Satz weiß der Zuhörer, dass es viele Bücher gibt. Du gibst ein bestimmtes an. Im zweiten Satz kennt der Zuhörer sofort, welches Buch du meinst – die Ausleihe ist nur Hintergrund.

Ein praktischer Test für knifflige Sätze

Zweifelst du, welche Variante du wählen sollst? Hier ein einfacher Selbsttest:

Frage dich: Entfällt das Verständnis des Satzes, wenn diese Klausel entfernt wird?

  • Ja → es ist restrictive. Verwende that (und keine Kommas).
  • Nein → es ist non‑restrictive. Verwende which (mit Kommas).

Probier’s aus.

Satz A: “The restaurants that are cheap are popular.”

Klausel entfernen: “The restaurants are popular.”
Das klingt, als wären alle Restaurants beliebt – was wahrscheinlich nicht stimmt. Die Bedeutung hat sich geändert. Also restrictive → that.

Satz B: “My local restaurants, which are cheap, are popular.”

Klausel entfernen: “My local restaurants are popular.”
Die Bedeutung bleibt gleich; wir haben nur ein Detail verloren. Also non‑restrictive → which.

Die „Which“-Ausnahmen, die Leute vergessen

Einige häufige Verwirrungen bei Lernenden:

1. Alle „which“‑Klauseln brauchen Kommas – fast immer.
Eine kleine Ausnahme: Wenn „which“ als Determinierer fungiert (z. B. „Which car is yours?“), ist es ein Fragewort, kein Relativpronomen. Das ist völlig anders.

2. Was mit „that“ bei Personen?
Für Personen benutzt man in restrictiven Klauseln lieber who: “The woman who lives next door…” ist korrekt. Informell kann auch that funktionieren, aber who klingt sauberer.

3. Britisch vs. Amerikanisch
Manchmal sieht man im britischen Englisch „which“ restriktiv ohne Kommas: „The car which I drive is old.“ Das gilt in Großbritannien, wird aber im US‑Englisch als nicht standardisiert angesehen. Für ein internationales Publikum halte dich an die einfachere Regel: “that” für restrictive, “which” für non‑restrictive.

Warum das wichtig ist beim Schreiben

Richtiges „which“ und „that“ macht deine Texte präziser. Noch wichtiger: es verhindert echte Missverständnisse.

Stell dir einen Vertrag vor, der sagt: “Employees who work overtime receive bonuses.” Das bedeutet nur Überstundenarbeiter bekommen extra Bezahlung. Ändert man zu: “Employees, who work overtime, receive bonuses.” – klingt es so, als würden alle Mitarbeiter Überstunden machen und alle Boni erhalten. Unterschiedliche Bedeutung.

Dasselbe gilt für „which“ und „that“.

Ich erinnere mich an einen Studenten, der in einem Anschreiben schrieb: “I led the project which was profitable.” Der Personalchef könnte denken, die Person hat nur ein Projekt geleitet. Wenn der Student eigentlich ein bestimmtes Projekt unter vielen meinte, hätte er schreiben sollen: “I led the project that was profitable.”

Ein kleines Wort – große Wirkung.

Teste dein Wissen

Versuch diese kurze Übung. Fülle die Lücke mit „that“ oder „which“ (und setze Kommas, wo nötig).

  1. The cake _____ she baked was delicious.
  2. My grandmother _____ is a retired teacher loves gardening.
  3. Cars _____ run on electricity are becoming common.

Antworten:

  1. that (restrictive – wir identifizieren welches Kuchen unter möglichen Kuchen).
  2. , which, (non‑restrictive – du hast nur eine Großmutter, das Unterrichten ist ein Zusatzdetail).
  3. that (restrictive – wir spezifizieren Elektroautos unter allen Autos).

Die Beherrschung dieser Unterscheidung mag klein erscheinen, aber sie macht einen großen Unterschied in Klarheit und Professionalität deines Englisch.

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