Lass uns ehrlich sein
Die meisten Muttersprachler haben das „whom“ längst aufgegeben. Sie fragen: „Mit wem sprichst du?“ und gehen weiter. In der formellen Schrift ist es jedoch anders. Wenn du ein Anschreiben, eine Forschungsarbeit oder eine E‑Mail an einen leitenden Angestellten verfasst, zeigt die korrekte Verwendung von „whom“, dass du im Englischunterricht wirklich aufgepasst hast. Es signalisiert Präzision.
Der Trick? Du brauchst kein Linguistikstudium. Ein einfacher Test reicht.
Der „Him“-Test: Dein Schnellweg zur richtigen Anwendung
Jedes Mal, wenn du bei „who“ oder „whom“ anhaltst, stell dir eine Frage: Kann ich das mit „him“ beantworten?
Schau dir die Satzstruktur an. Finde das Verb. Prüfe dann, ob die betreffende Person Subjekt (die Handlung ausführt) oder Objekt (die Handlung empfängt) ist.
- Wenn du das Wort durch „he“ ersetzen kannst → benutze who
- Wenn du es durch „him“ ersetzen kannst → benutze whom
Das war’s. „Who“ und „whom“ folgen dem gleichen Muster wie „he“ und „him“.
Hier ein kurzer visueller Leitfaden, um das zu verankern:
Der Entscheidungsfluss
Zwei klare Beispiele
Beispiel 1: „The man who called you is my boss.“
Ersetzen: „He called you.“ → „He“ funktioniert → who.
Beispiel 2: „The man whom you called is my boss.“
Ersetzen: „You called him.“ → „Him“ passt → whom.
Siehst du das Muster? Das Verb „called“ bestimmt, wer die Handlung ausführt. Im ersten Satz führt der Mann die Aktion aus; im zweiten empfängt er sie.
Häufige Fallen (und wie man sie vermeidet)
Formelle Texte bringen ein paar Stolpersteine mit sich. Achte darauf:
1. Präpositionen am Anfang
Sätze wie „To whom it may concern“ klingen heute etwas steif, sind aber in formellen Briefen immer noch Standard. Wenn eine Präposition (to, for, with, by) direkt vor dem Relativpronomen steht, ist whom immer erforderlich.
- Richtig: „The person to whom the package was addressed…“
- Falsch: „The person to who the package was addressed…“
2. Unterbrechende Phrasen
Ausdrücke wie „I think“ oder „we believe“ können verwirren.
- „She is the candidate who I believe is best suited.“
Test: „I believe she is best suited.“ → „She“ funktioniert → who. - „She is the candidate whom I believe the committee will choose.“
Test: „I believe the committee will choose her.“ → „Her“ funktioniert → whom.
3. „Whoever“ vs. „Whomever“
Gleiche Regel gilt:
- „Give it to whoever wants it.“ → „He wants it“ → whoever.
- „Give it to whomever you see first.“ → „You see him“ → whomever.
Macht es wirklich einen Unterschied?
Im lockeren Gespräch? Nicht viel. Du kannst sagen: „Who are you waiting for?“ und niemand wird die Augenbrauen heben. In formellen Texten – akademische Arbeiten, offizielle Berichte, Anschreiben, juristische Dokumente – bleibt der Unterschied jedoch wichtig. Es ist ein kleines Signal, das dem Leser zeigt: „Ich nehme das ernst.“
Teste dein Wissen
Versuche diese kurze Übung. Fülle die Lücke mit who oder whom:
- The consultant ______ the CEO hired increased sales by 20%.
- The consultant ______ increased sales was promoted.
- To ______ should I address this letter?
Antworten: 1. whom (the CEO hired him), 2. who (he increased sales), 3. whom (address it to him).
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Grammatikregeln wie diese beherrschen erfordert Übung. Je mehr du schreibst und dich selbst testest, desto natürlicher wird es. Mache einen kostenlosen Englisch‑Level-Test bei English Measure, um deinen Stand festzustellen. Wir decken Lesen, Hören, Schreiben und Sprechen ab – damit du deine Fortschritte in allen Bereichen verfolgen kannst.
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