Du öffnest LinkedIn. Ein ehemaliger Kollege bittet um eine Empfehlung. Du willst helfen, aber wenn du in das leere Feld starrst, kommt dir nichts ein. Klingt vertraut?
Eine Empfehlung auf Englisch zu schreiben fühlt sich riskant an. Man fürchtet, holprig zu klingen oder etwas Falsches zu sagen. Doch eine gute Empfehlung kann den Tag – und die Karriere – eines Menschen verändern. Lass mich zeigen, wie es geht.
Die Drei‑Teilige Struktur, die immer funktioniert
Starke Empfehlungen folgen einem einfachen Muster. Auch deine wird es tun.
Teil 1: Wie du sie kennst. Das schafft Glaubwürdigkeit. „Ich habe von 2020 bis 2022 mit Sarah bei TechCorp zusammengearbeitet, wo sie unser Content‑Team geleitet hat.“
Teil 2: Was sie gut gemacht haben. Das ist das Herz deiner Empfehlung. Wähle ein oder zwei konkrete Stärken aus. „Sie hat unseren Blog-Traffic um den Fokus auf die Lesernachfrage statt nur Keywords erhöht.“
Teil 3: Das Ergebnis. Zeige die Wirkung. „Dank ihrer Arbeit stieg unser organischer Traffic in sechs Monaten um 40 %.“
Das reicht. Drei Sätze können schon ausreichen. Wenn du mehr schreiben willst, halte diesen Rhythmus bei: Kontext, Stärken, Ergebnisse.
Wörter, die deine Empfehlung hervorheben
Englischlernende greifen oft auf sichere Worte zurück: „good worker“, „nice person“, „hardworking“. Die sind okay, aber wenig hilfreich. Probiere stattdessen:
- Für Fähigkeiten: „analytical“, „proactive“, „resourceful“, „detail‑oriented“
- Für Ergebnisse: „delivered“, „improved“, „streamlined“, „accelerated“
- Für Charakter: „reliable“, „collaborative“, „supportive“, „trustworthy“
Übertreib es nicht. Ein starkes Wort pro Satz trägt mehr Gewicht als fünf schwache.
Ein reales Beispiel
Hier eine Empfehlung, die ich kürzlich für einen ehemaligen Kollegen geschrieben habe. Beachte die Struktur:
„Ich habe zwei Jahre lang mit Maria bei GlobalTech zusammengearbeitet. Sie war unsere leitende Designerin während eines schwierigen Produktstarts. Maria hat das Feedback der Stakeholder geduldig bearbeitet und unklare Anforderungen in schöne, funktionale Designs verwandelt. Das Produkt wurde rechtzeitig eingeführt, und die Nutzer loben konsequent seine Benutzerfreundlichkeit. Jede Mannschaft wäre glücklich, sie zu haben.“
Häufige Fehler (und wie man sie behebt)
Fehler 1: Zu vage sein. „John ist ein guter Teamplayer.“ Das sagt mir nichts. Korrigiere es so: „John hat die wöchentlichen Stand‑Ups übernommen, als der Manager abwesend war. Er hielt alle fokussiert und löste sofort zwei Blocker.“
Fehler 2: Einen Roman schreiben. Niemand liest lange Absätze auf LinkedIn. Halte dich an 3–5 Sätze. Sei großzügig, aber kurz.
Fehler 3: Den Beziehungskontext vergessen. Schreibe nicht „Ich war ihr Manager“, wenn du tatsächlich ein Peer warst. Das wirkt holprig, sobald der Leser es herausfindet.
Hier eine einfache Aufschlüsselung des Prozesses:
Deine Verbindung angeben
Spezifische Stärken beschreiben
Die Wirkung zeigen
Ein kurzer Vorher‑ und Nachher
Vor (schwach): „Emma war eine tolle Kollegin. Sie hat hart gearbeitet und war nett zu allen.“
Nach (stark): „Emma und ich waren drei Jahre lang im selben Account‑Team. Sie fand konsequent kreative Lösungen für unsere anspruchsvollsten Kunden, was uns half, zwei Schlüsselaccounts zu behalten. Außerdem betreute sie drei Junior‑Mitarbeiter, die seitdem befördert wurden.“
Siehst du den Unterschied? Die zweite Version liefert echte Belege. Das ist es, wonach Einstellungsmanager suchen.
Noch ein Tipp: Mach es persönlich
Die besten Empfehlungen klingen nicht wie ein Formularbrief. Füge ein kleines, menschliches Detail hinzu. Vielleicht hat sie immer Snacks zu späten Meetings gebracht. Oder er hat nie eine Frist verpasst – selbst in einer Krise. Diese kleinen Dinge machen deine Empfehlung unvergesslich.
Wenn jemand sie liest, sollte er denken: „Das wirkt echt.“
Bereit, deine eigene zu schreiben?
Du hast die Struktur. Du hast die Wörter. Jetzt geh und schreibe diese Empfehlung für jemanden, der es verdient hat.
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