Du hast die Fähigkeiten. Du hast die Erfahrung. Doch wenn du auf ein leeres Word-Dokument starrst und versuchst, einen englischen Lebenslauf zu schreiben, wirkt alles steif und unbeholfen.
Ich habe das bei Dutzenden talentierter Nicht-Muttersprachler gesehen. Sie benutzen Wörter wie utilized, obwohl sie used sagen sollten. Ihre Berufsbezeichnungen übersetzen sie wörtlich aus ihrer Muttersprache. Und sie verlieren den Leser in langen, passiven Sätzen.
Die gute Nachricht? Die Lösung ist meist ganz einfach. Du brauchst kein perfektes Englisch, um einen herausragenden Lebenslauf zu schreiben. Du musst nur wissen, welche Regeln wirklich zählen.
Hier habe ich herausgefunden, was bei Nicht-Muttersprachlern am besten funktioniert, wenn sie wollen, dass ihr Lebenslauf tatsächlich gelesen wird.
1. Aufhören zu übersetzen. Stattdessen in Englisch denken
Der größte Fehler, den ich sehe, ist die direkte Übersetzung. Du denkst an deine Arbeit in deiner Muttersprache und wandelst sie Wort für Wort ins Englische um.
Das Ergebnis? Phrasen, die unnatürlich klingen.
Zum Beispiel könnte eine typische spanische Übersetzung lauten: "I was in charge of the area of customer service."
Ein englischer Recruiter würde schreiben: "Managed customer service operations."
Die Lösung: Schreibe kurze, prägnante Stichpunkte, die mit einem starken Handlungsverb beginnen. Versuche nicht, zu formell zu wirken. Englische Lebensläufe schätzen Klarheit über Formalität.
Handlungsverben, die du sofort nutzen kannst:
- Managed, Led, Created, Developed, Improved, Reduced, Implemented, Coordinated, Designed
Vermeide diese Verben:
- Was responsible for, Was involved in, Had to, Used to
2. Mach deine Berufsbezeichnung klar (auch wenn sie anders klingt)
Deine ursprüngliche Berufsbezeichnung übersetzt sich vielleicht nicht gut. In vielen Ländern ist ein „Commercial Engineer“ üblich. In den USA oder Großbritannien existiert dieser Titel nicht. Ein Recruiter schaut ihn an und wird verwirrt.
Was ich empfehle: Füge in Klammern eine kurze, klare Übersetzung hinzu.
Beispiel:
Commercial Engineer (Business Development Manager)
So gibst du dem Recruiter einen Bezugspunkt, ohne deine tatsächliche Position zu verbergen.
3. Die „Ein‑Tense“-Regel
Das ist der Grammatikfehler, den ich bei Nicht-Muttersprachlern am häufigsten sehe. Sie mischen Präsens und Präteritum in derselben Stelle.
- Aktuelle Stelle → Präsens (Manage a team of 5…)
- Frühere Stelle → Präteritum (Managed a team of 5…)
Ganz einfach. Prüfe jeden Stichpunkt. Wenn du ein abgeschlossenes Projekt in deiner aktuellen Position beschreibst, nutze für diesen speziellen Punkt das Präteritum. Es ist okay, innerhalb eines einzelnen Eintrags zu mischen – aber nur absichtlich.
4. Kürze die Fluff. Recruiter scrollen sowieso
Recruiter verbringen etwa 6 Sekunden damit, einen Lebenslauf zu scannen. Sie lesen keine Absätze. Sie suchen nach Zahlen, Ergebnissen und konkreten Fähigkeiten.
Schwach (häufiger Fehler):
"I was responsible for helping the company to increase its sales numbers by working with the sales team."
Stark (native Stil):
"Boosted team sales by 20% in Q3 through targeted upselling strategies."
Siehst du den Unterschied? Zahlen. Aktion. Ergebnis. Keine unnötigen Worte.
Schnelle Checkliste vor dem Versand:
- Jeder Stichpunkt beginnt mit einem Verb.
- Du hast mindestens 2–3 Zahlen (Prozentsätze, Dollarbeträge, Zeitersparnis).
- Keine Sätze länger als 20 Wörter.
- Präsens für aktuelle Stelle, Präteritum für frühere Stellen.
Revamp Your Bullet Points
Vergleiche, wie ein Nicht-Muttersprachler oft schreibt versus die Erwartungen eines native Recruiters. Der Sprachwechsel ist kleiner, als du denkst.
Ein letztes Wort vor dem Bewerben
Dein Englisch muss nicht perfekt sein, um den Job zu bekommen. Es muss klar, selbstbewusst und ehrlich sein. Recruiter sind keine Englischlehrer. Sie suchen jemanden, der Probleme lösen kann und Ergebnisse kommuniziert.
Wenn du das kannst – auch mit kleinen Grammatikfehlern hier und da – bist du bereits vor den meisten Bewerbern.
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