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Das Geheimnis der englischen 'r'- und 'l'-Laute – so meistern Sie sie endlich!

Kämpfen Sie mit den englischen 'r' und 'l'? Entdecken Sie echte Mundtricks, häufige Fehler und ein einfaches Übungskonzept für perfekte Aussprache.

4 Min. Lesedauer

Ein paar Jahre zurück hatte ich eine Schülerin namens Yoko.

Sie war ein Ass in Grammatik und Lesen, aber jedes Mal, wenn sie „rice“ sagte, klang es wie „lice“.
Das war nicht ihr einziger Fall – die Laute r und l stellen für Sprecher von Japanisch, Koreanisch, Mandarin und vielen anderen Sprachen das größte Hindernis dar.
Die gute Nachricht? Das Geheimnis liegt nicht im Talent, sondern darin, genau zu wissen, wo deine Zunge platziert sein muss.


Warum dein Ohr dich täuscht

Dein Gehirn ist seit der Geburt darauf trainiert, den Unterschied zwischen r und l zu ignorieren, wenn deine Muttersprache sie nicht unterscheidet.
Wenn du also einen englischen Sprecher hörst, der „right“ sagt, hört dein Gehirn „light“. Deshalb reicht das reine Hören allein nicht aus – zuerst musst du deinen Mund anleiten.


Der „L“-Laut – Zunge zum Dach

Sag „la‑la‑la“. Achte darauf, wo die Spitze deiner Zunge aufliegt.
Sie sollte gegen den harten Rand hinter deinen Zähnen (den Alveolarkamm) drücken. Für ein klares englisches l bleibt die Zungenspitze dort, während die Seiten der Zunge herabfallen und Luft entweichen lassen.

Versuch es so: Halte die Zungenspitze fest am Kamm an und sag „luh“.
Wenn es gedämpft klingt, blockierst du die Luft. Die Luft sollte um die Seiten deiner Zunge strömen.

Häufiger Fehler: Die Zunge zurückziehen (wie bei einem r) oder die Zähne berühren. Halte sie flach und nach vorne.


Der „R“-Laut – Kein Kontakt!

Hier kommt das große Geheimnis: Das englische r entsteht ohne jeglichen Kontakt der Zunge mit dem Dach.
Die Zunge zieht sich zurück, bildet einen kleinen Ball, aber berührt nichts.

Sage „rrrrr“ wie ein Brummen. Die Spitze deiner Zunge sollte nach oben zeigen, aber nicht den Gaumen berühren.
Die Seiten der Zunge berühren deine oberen hinteren Zähne, und die Luft läuft über das Zentrum. Um zu prüfen, sag „raw“ – deine Zunge sollte schweben, nicht haften.

Häufiger Fehler: Den Gaumen anklopfen (das erzeugt einen D-Laut, wie in „ladder“) oder die Spitze vibrieren lassen (das ist ein Triller, wie im spanischen „perro“). Bleib still, kein Klopfen.


Eine einfache Übung, um den Unterschied zu spüren

  • Schritt 1: Sag „L“, indem du deine Zungenspitze am Kamm ansetzt. Halte die Position. Fühle den Kontakt.
  • Schritt 2: Sag „R“ und ziehe die Zunge zurück, sodass sie sich zusammenballt. Kein Kontakt.
  • Schritt 3: Wechsle: „L“ (Kontakt) – „R“ (kein Kontakt) – „L“ – „R“.

Mache das langsam vor einem Spiegel. Beobachte deine Zunge. Wenn du sie nicht sehen kannst, bewegst du sie nicht genug.

Hier ein visuelles Diagramm der beiden Zungenpositionen:

L
Zungenspitze berührt
den Kamm hinter den Zähnen
R
Zunge ballt sich zusammen
nach hinten – kein Kontakt

Übungspaare, die wirklich helfen

Minimalpaare – Wörter, die nur durch r/l unterscheiden – trainieren gleichzeitig dein Ohr und deinen Mund.
Sprich sie laut aus:

  • Right / Light
  • Rice / Lice
  • Road / Load
  • Red / Led
  • Wrong / Long

Gehe langsam voran. Spüre den Wechsel der Zunge. Wenn du „rice“ und „lice“ unterscheiden kannst, hast du bereits die Hälfte des Kampfes gewonnen.


Noch ein Trick: Flüstern

Flüstern zwingt dich zu mehr Präzision, weil du nicht auf Lautstärke zurückgreifen kannst.
Flüstere „red“ und dann „led“. Im Flüsterton ist der Unterschied ausschließlich in der Zungenposition. Wenn sie gleich klingen, geh zurück und übe die Positionen erneut.


Fazit

Die richtigen Laute zu meistern braucht ein paar Wochen täglicher Übung – keine Jahre.
Das Geheimnis: Platziere deine Zunge korrekt – nicht „mehr versuchen“.

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