Du arbeitest in einer geschäftigen Küche oder einem Restaurant, und jemand ruft eine Bestellung aus. Du musst jedes Wort sofort verstehen – schnell. In der Gastronomie läuft alles auf klarer Kommunikation. Ein falsches Wort kann dazu führen, dass du das falsche Gericht servierst, einen Kunden verärgerst oder den gesamten Service verzögerst.
Ich habe mit Küchenpersonal und Servicekräften aus aller Welt zusammengearbeitet. Diejenigen, die das richtige englische Vokabular beherrschen, überleben nicht nur – sie steigen schneller auf. Sie werden vom Geschirrspüler zum Koch oder vom Busser zur Oberkellnerin befördert.
Lass uns die wesentlichen Englischkenntnisse aufteilen: Küche und Servicebereich.
Küchenvokabular: Was du hinter der Linie wissen musst
Die Küche hat ihre eigene Sprache. Wenn du Koch, Vorbereiter oder Geschirrspüler bist, tauchen diese Wörter bei jedem Schichtwechsel auf.
Küchengeräte
Du kannst nicht kochen, ohne zu wissen, was du benutzen sollst. Hier die wichtigsten Geräte:
- Knife – Nicht nur ein Typ. Ein chef's knife ist das große Allzweckmesser. Ein paring knife ist klein zum Schälen. Ein bread knife hat eine gezackte Kante.
- Cutting board – Die flache Oberfläche, auf der du schneidest. Halte immer eines für rohes Fleisch und ein anderes für Gemüse bereit.
- Sauté pan – Eine breite, flache Pfanne mit geneigten Seiten. Du benutzt sie zum schnellen Braten.
- Stockpot – Ein hoher, großer Topf für Suppen, Brühen und das Kochen von Pasta.
- Spatula – Ein flaches Werkzeug zum Wenden. Eine rubber spatula ist zum Abkratzen von Schüsseln geeignet.
- Colander – Die Schüssel mit Löchern zum Ablassen von Pasta oder zum Waschen von Gemüse.
- Sheet pan – Ein flacher, rechteckiger Metallbehälter zum Backen von Keksen oder Rösten von Gemüse.
Küchenaktionen
Das sind die Verben, die du ständig hörst und benutzt:
- Chop – In kleine Stücke schneiden. „Schneide die Zwiebeln fein.“
- Dice – In kleine, gleichmäßige Würfel schneiden (kleiner als chop).
- Slice – In flache, gleichmäßige Scheiben schneiden.
- Mince – Sehr klein schneiden. Du hackst Knoblauch.
- Sauté – Schnell in etwas Öl bei hoher Hitze kochen.
- Boil – In Wasser bei 100 °C kochen. Pasta kocht.
- Simmer – Sanft in Flüssigkeit kurz unter dem Siedepunkt garen. Du köchelst eine Sauce.
- Braise – Erst anbraten, dann langsam in Flüssigkeit garen. Denk an einen Braten im Topf.
- Deglaze – Flüssigkeit (Wein, Brühe) zu einer heißen Pfanne geben, um die gebräunten Stücke vom Boden zu lösen. Dort liegt der Geschmack.
- Season – Salz, Pfeffer oder Gewürze hinzufügen, um den Geschmack zu verbessern.
Häufige Zutaten
- Stock – Geschmacksvolle Flüssigkeit aus gekochten Knochen, Gemüse und Kräutern. Basis für Suppen und Saucen.
- Broth – Ähnlich wie Stock, aber meist gewürzt und mit Fleisch zubereitet.
- Herbs – Frische oder getrocknete Pflanzen für Geschmack: basil, thyme, rosemary, parsley.
- Spices – Getrocknete Samen, Rinde oder Wurzeln: cumin, paprika, cinnamon, turmeric.
- Roux – Mischung aus Mehl und Fett (meist Butter), die zusammen gekocht wird, um Saucen zu binden.
Profi-Tipp: Wenn du in einer westlichen Küche arbeitest, lerne zuerst die Namen der wichtigsten Kräuter und Gewürze. Thyme und oregano klingen ähnlich, sind aber in einem Gericht völlig anders.
Ich habe einmal einen neuen Koch gesehen, wie er während eines geschäftigen Abends salt mit sugar verwechselte. Der Konditor war nicht erfreut. Lerne diese Wörter vorher – dann vermeidest du solche Katastrophen.
Restaurantvokabular: Servicebereich
Jetzt reden wir über die Kundenbetreuung. Ob du Kellner, Gastgeber oder Barkeeper bist, diese Wörter sind dein Brot und Butter.
Bestellung und Servieren
- Reservation – Eine Tischbuchung. „Wir haben eine Reservierung um 19 Uhr unter dem Namen Smith.“
- Walk‑in – Ein Kunde ohne Reservierung.
- Table of (number) – Wie viele Personen in der Gruppe sind. „Wir brauchen einen Tisch für vier.“
- Menu – Die Liste von Speisen und Getränken. Ein set menu ist ein festpreisiges Menü mit begrenzten Optionen. Ein à la carte Menü bedeutet, dass du jedes Gericht einzeln bestellst.
- Starter / Appetizer – Der erste Gang. Kleine Gerichte vor dem Hauptmahlzeit.
- Main course / Entrée – Das größte Gericht. In den USA bedeutet entrée das Hauptgericht; im UK ist es ein kleineres Gericht vor dem Hauptgang.
- Dessert – Süßer Abschluss. Nicht mit desert (eine trockene, sandige Gegend) verwechseln.
- Side dish – Extra Speise zum Hauptgericht. Pommes, Salat oder Gemüse.
- Specials – Gerichte, die nicht auf der regulären Speisekarte stehen. Der Kellner kündigt sie meist an.
- Allergies – Lebensmittel, die ein Kunde aus gesundheitlichen Gründen nicht essen darf. „Ich bin allergisch gegen Erdnüsse.“ Das ist entscheidend richtig zu verstehen.
- Bill / Check – Die Zahlungsaufforderung. „Kann ich bitte die Rechnung haben?“
Häufige Kundenanfragen
Kunden sagen zum Beispiel:
- „Ich möchte eine Reservierung für zwei Personen machen.“
- „Können wir die Weinkarte sehen?“
- „Gibt es einen Ersatz für Milchprodukte? Ich bin laktoseintolerant.“
- „Wir sind bereit zu bestellen.“
- „Dieses Steak ist medium‑rare, aber ich habe nach well-done gefragt.“
- „Können wir bitte die Rechnung haben?“
Als Servicekraft antwortest du mit Sätzen wie:
- „Willkommen bei [restaurant name]. Wie viele Personen sind in Ihrer Gruppe?“
- „Hier sind die Menüs. Kann ich Ihnen ein Getränk empfehlen?“
- „Die heutigen Specials sind…“
- „Wie möchten Sie Ihr Steak garen? Rare, medium‑rare, medium oder well‑done?“
- „Ich frage den Koch nach dieser Substitution.“
Ein einfacher Servicefluss
Lass uns das zusammenfassen. So läuft ein typischer Abendservice:
Willkommen, Tisch zeigen.
Getränke, Vorspeisen, Hauptgänge.
Gänge bringen, nachfragen.
Teller abräumen, Rechnung bringen.
So lernst du dieses Vokabular schnell
Du musst kein Wörterbuch auswendig lernen. Das Folgende funktioniert wirklich:
- Nutze es in realen Situationen. Wenn du in einer Küche arbeitest, wiederhole den Namen jedes Geräts, das du aufgreifst. Sage laut: „Ich greife die Schüssel ab.“ Es klingt albern, aber es bleibt im Gedächtnis.
- Beschrifte Dinge. Klebe Haftnotizen an Geräte zu Hause oder am Arbeitsplatz (falls erlaubt). Fridge. Freezer. Sauté pan. Du lernst in Tagen.
- Übe mit einem Freund. Finde einen Kollegen, der ebenfalls verbessern möchte. Rollenspiel eines Abendservices. Einer ist Kunde, der andere Kellner. Rollen tauschen.
- Sieh dir Kochsendungen auf Englisch an. Shows wie MasterChef oder The Bear (Vorsicht bei der Sprache) sind Goldminen für echtes Küchenvokabular.
Fazit
Die Gastronomie läuft auf Geschwindigkeit und Präzision. Das richtige Vokabular – von deglaize in der Küche bis zu allergies am Tisch – sorgt dafür, dass der Service reibungslos verläuft und deine Karriere voranschreitet.
Du brauchst kein perfektes Englisch. Du brauchst das richtige Englisch für deinen Job. Fang mit diesen Wörtern an, übe sie jede Schicht und du wirst schnell einen Unterschied bemerken.
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