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Google Ngram Viewer nutzen: So verfolgen Sie englische Wortverwendung und erweitern Ihren Wortschatz

Entdecken Sie mit dem kostenlosen Google Ngram Viewer, wie sich englische Wörter entwickeln – für gezieltes Vokabulartraining.

4 Min. Lesedauer

Du hast wahrscheinlich lange Wortlisten auswendig gelernt oder durch Karteikarten geblättert, in der Hoffnung, dass die Wörter bleiben. Das passiert zwar eine Weile. Doch dann stößt du auf „commence“ in einem modernen Artikel und fragst dich: Sagt jemand das überhaupt noch?

Hier kommt Google Ngram Viewer ins Spiel. Es ist ein kostenloses, visuelles Tool, das dir zeigt, wie oft Wörter und Phrasen im Laufe der Zeit in Büchern auftauchen. Statt zu raten, ob ein Wort veraltet, selten oder überstrapaziert ist, kannst du seine echte Nutzungs­geschichte prüfen – und diese Erkenntnis nutzen, um dein Vokabular klüger aufzubauen.

Was ist Google Ngram Viewer und warum sollten Lernende es wissen?

Kurz gesagt: Ngram Viewer durchsucht Millionen digitalisierter Bücher (von 1500 bis 2019) und zeigt, wie häufig ein Wort jedes Jahr vorkommt.

Warum ist das für Englischlernende nützlich?

  • Es deckt Trends auf. Wird „whom“ immer seltener? Ja, es wird weniger benutzt. Solltest du es trotzdem lernen? Vielleicht für formelle Texte – aber du weißt, dass es im Alltag nicht zwingend nötig ist.
  • Es liefert natürlichen Kontext. Das Tool gibt dir Beispielsätze aus echten Büchern, keine erfundenen Lehrbuchdialoge.
  • Es hilft dir, das richtige Wort zu wählen. Ist „enormous“ häufiger als „ginormous“? Ngram entscheidet.

Schritt 1
Gib ein Wort oder eine Phrase ein
Schritt 2
Wähle einen Datumsbereich (z. B. 1800–2019)
Schritt 3
Sieh dir die Frequenzkurve an
Schritt 4
Vergleiche mehrere Begriffe

Wie du es für den Wortschatzaufbau nutzt (Reale Beispiele)

Lass uns zwei kurze Szenarien durchgehen.

1. Zwischen zwei ähnlichen Wörtern wählen

Du bist dir nicht sicher, ob du „commence“ oder „start“ benutzen sollst.

Gib beide Wörter getrennt durch Kommas in Ngram Viewer ein: commence, start.

Ergebnis? „Start“ ist seit dem 19. Jahrhundert deutlich häufiger. „Commence“ erreichte im 19. Jahrhundert seinen Höhepunkt und ist danach stark zurückgegangen.

Fazit: Wenn du nicht formell oder historisch schreibst, wähle lieber „start“. Dein Text klingt natürlicher.

2. Die Aufstiegsgeschichte eines Wortes verfolgen

Einige Wörter sind moderne Erfindungen. Tippe selfie in Ngram Viewer ein.

Vor 2000 bleibt die Linie bei Null. Dann um 2010 springt sie an. Bis 2015 ist „selfie“ überall.

Warum das für Lernende wichtig ist: Du erkennst neue, wichtige Wörter – und kannst sie priorisieren, bevor sie in Lehrbüchern veraltet wirken.

Praktische Strategien für deine Lernroutine

Ngram Viewer ist kein Wörterbuch – es ist ein Datenwerkzeug. So machst du daraus Teil deines Wortschatz‑Trainings:

Wortfamilien vergleichen

Tippe diese in Ngram Viewer: beautiful, gorgeous, lovely, pretty

Welches kommt am häufigsten vor? Du siehst, dass „pretty“ dominiert. „Gorgeous“ ist seltener, hat aber im späten 20. Jahrhundert zugenommen. Das bedeutet: „pretty“ ist dein sicherer Allrounder, während „gorgeous“ einen stärkeren emotionalen Schlag setzt, wenn es passt.

Auf Falsch‑Freunde achten

Viele Lernende gehen davon aus, dass „actual“ im Englischen „aktuell“ bedeutet (es heißt eigentlich „wirklich“). Suche actual, current in Ngram und sieh dir die Nutzungsmuster an. Sobald du konkrete Belege hast, bleibt der Unterschied hängen.

Überstrapazierte Wörter erkennen

Wenn du Aufsätze schreibst, kannst du wiederholendes Vokabular vermeiden. Suche important, crucial, vital, essential. Nutzt du „important“ zu viel? Ersetze ein paar mit „essential“ – aber nur, wenn die Frequenzdaten zeigen, dass „essential“ in deinem Kontext genauso natürlich ist.

Einige Vorsichtsmaßnahmen

Ngram Viewer ist unglaublich hilfreich, aber nicht perfekt:

  • Es durchsucht ausschließlich Bücher, keine Gespräche, Tweets oder E‑Mails. Gesprochene Sprache entwickelt sich schneller.
  • Sehr seltene Wörter können Null-Ergebnisse liefern, obwohl Lernende sie kennen sollten (z. B. „seldom“ ist im Alltag recht häufig, aber in Büchern selten).
  • Nutze es als Leitfaden, nicht als Regelwerk. Kombiniere es mit echter Exposition – Filme, Podcasts, Chats.

Bereit, deinen Fortschritt zu testen?

Wörter mit Ngram zu verfolgen ist eine Sache. Zu wissen, ob du dich tatsächlich verbesserst, ist eine andere.

Nachdem du ein paar Worttrends untersucht hast, prüfe dein aktuelles Vokabularniveau mit dem kostenlosen English Measure Test. Er umfasst Lesen, Hören, Schreiben und Sprechen – und zeigt dir genau, wo du als Nächstes fokussieren solltest.

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